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Stau in München

Ob Radio Gong, Bayern 3 oder Antenne Bayern – die Autobahn 8, kurz A8, ist auf allen Sendern präsent. Tagtäglich wird die Trasse in den Nachrichten genannt. Sie gehört, von Luxemburg kommend, zu den Hauptverkehrsschlagadern im Süden Deutschlands. Nur im Pfälzer Wald hat die Autobahn 8, genau wie in München, eine längere Unterbrechung.
 

Geschichte A8

 
Die Benennung mit A8 wurde mit der Einführung des heutigen Nummernsystems im Jahre 1975 festgelegt. Die Trassenführung wurde im Nordschwarzwald und am Aichelberg wegen häufiger schwerer Unfälle entschärft. Im Abschnitt zwischen München und der Grenze bei Bad Reichenhall ist im Wesentlichen der Stand vor dem Zweiten Weltkrieg erhalten.
Wer mit dem Auto von Augsburg nach Salzburg oder umgekehrt reisen möchte, nimmt in der Regel die Autobahn 8 und folgt damit im Wesentlichen der Via Julia, einer Verkehrsachse, die die Römer angelegt hatten.
 
 
Mittendrin liegt die bayerische Landeshauptstadt je nach Sichtweise am oder im Weg, so dass sich der Reisende entweder außen über die Autobahn A99 oder mittendurch über den Mittleren Ring quälen muss. Die A8 endet im Westen im Stadtteil Obermenzing und erst bei Ottobrunn geht es wieder weiter. Auf dem Stadtgebiet Münchens steht der Autofahrer dann mit anderen Fernreisenden, Ein- und Auspendlern sowie Innenstadtbewohnern im Stau.
 

Stauhauptstadt München

 
München wurde schon mehrfach zu Deutschlands Stauhauptstadt gekürt. Die Gründe sind vielfältig: Der öffentliche Nahverkehr ist in die Jahre gekommen und kann mit dem Bevölkerungswachstum nicht mithalten. Seit der Einweihung des U-und S-Bahnnetzes zu den Olympischen Spielen 1972 ist die Stadt um rund 200.000 Einwohner gewachsen – und es geht weiter! Ursache ist die gute wirtschaftliche Entwicklung, die immer mehr Menschen anzieht. Schließlich ist auch der Mittlere Ring trotz zahlreicher Tunnelbauten nicht wirklich eine leistungsfähige Schlagader, da er doch zahlreiche Lücken, insbesondere im Bereich der Chiemgaustraße, aufweist. Auch der Außenring der A99 hat eine Lücke. Wer im Süden der Metropole von Ost nach West will, fährt auch durch die Innenstadt oder gleich via Bad Tölz und Wolfratshausen.
 

München-Süd


Die Bewohner im Süden der Stadt gelten als die Betuchteren und die Natur dort als besonders erhaltenswert, was möglicherweise miteinander zusammenhängt, weil sich die Besserverdienenden am liebsten dort ansiedeln, wo es am schönsten ist. Dementsprechend wurden Autobahnring, Müllverbrennung und Flughafen im Norden platziert. Natürlich sind auch die Menschen selbst, ob von hier oder von außerhalb, Schuld an der Misere. Ein Blick ins Innere der Fahrzeuge zeigt, dass dort meist eine Einzelperson sitzt. Fahrgemeinschaften oder der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad wären Möglichkeiten, die allen zur Verfügung stehen und helfen könnten, den Stau zu entschärfen.

Nachrichten Quelle: BR.de

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